Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Der Dritte Weg

"Dritter Weg" bedeutet, dass die Arbeitsrechtsregelungen weder durch einseitige Arbeitgeberbeschlüsse („Erster Weg“) noch durch mit Gewerkschaften abgeschlossene Tarifverträge („Zweiter Weg“) geregelt werden.

Im "Dritten Weg" der Caritas verhandeln von den Mitarbeitervertretungen (MAVen) gewählte Mandatsträger der Mitarbeiterseite, gemeinsam mit der Dienstgeberseite, die Arbeitsbedingungen und –entgelte für die Caritas-Beschäftigen. Die Beschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission bedürfen einer ¾ Mehrheit der Kommissions-Mitglieder.

Grundlagen des "Dritten Weges" sind:

  • eine gleichberechtigte Vertretung sowohl der Mitarbeiterseite und Dienstgeberseite in den Kommissionen,
  • eine Konfliktlösung durch ein Vermittlungsverfahren,
  • das im kirchlichen Recht verankerte Prinzip der Lohngerechtigkeit.

Die Parität

Die Verfahrensregelungen des „Dritten Weges“ sind gekennzeichnet durch Parität (Gleichsetzung, Gleichheit) zwischen Dienstnehmern (Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission) und Dienstgebern (Arbeitgeberseite Arbeitsrechtliche Kommission). Für die Funktionsfähigkeit des „Dritten Weges“ und seine politische Akzeptanz ist eine gleichberechtigte Vertretung von Dienstnehmern und Dienstgebern im Sinne einer Parität unabdingbar, sowohl zahlenmäßig als auch strukturell.

AK Ordnung

  • Ordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes, inkl. Wahlordnung, die am 1. Januar 2017 in Kraft tritt. AK Ordnung (PDF | 298 KB)