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Deutscher Caritasverband

In die EG P8 Fallgruppe 1 werden all die examinierten Pflegekräfte eingruppiert, die in einem Spezialbereich tätig sind, für den nach der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG Empfehlung) zur Weiterbildung von Pflegekräften eine Fachweiterbildung vorgesehen ist (EG P 8 Fallgruppe 1 in Verbindung mit den Anmerkungen Nr. 4a und Nr. 6 zu den Tätigkeitsmerkmalen der EG P 4 bis P 9 und 9b bis 12).

Bei der Fachweiterbildung muss es sich um eine Fachweiterbildung nach § 1 der DKG-Empfehlung zur pflegerischen Weiterbildung vom 29. September 2015 in der jeweiligen Fassung oder um eine gleichwertige Weiterbildung nach § 21 dieser DKG-Empfehlung handeln. Das regelt die Anmerkung Nr. 6.

Die DKG-Empfehlung regelt die Weiterbildung von folgenden P egenden in den Spezialbereichen:

  • Pflege in der Endoskopie
  • Intensiv- und Anästhesiepflege
  • Pflege in der Nephrologie
  • Pflege in der Onkologie
  • Pflege im Operationsdienst
  • Pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege
  • Pflege in der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Die jeweilige Fachweiterbildung umfasst:

  1. mindestens 720 Stunden Theorie (davon können maximal 25 Prozent in nachgewiesenen Formen von selbstgesteuertem Lernen durchgeführt werden);
  2. mindestens 1800 Stunden praktische Weiterbildung, die unter fachkundiger Anleitung (Praxisanleiter) stehen, und
  3. die jeweiligen Prüfungen (Modulprüfungen, praktische Leistungsnachweise sowie die praktische und mündliche Abschlussprüfung).

Es muss also eine Fachweiterbildung in diesem Sinne für den jeweiligen Spezialbereich – hier also für den Spezialbereich Pflege in der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie – vorgesehen sein. Die oben genannten Spezialbereiche lösen die schwierige Tätigkeit im Sinne der P 8 Fallgruppe 1 aus.

Natürlich müssen für die Eingruppierung die übrigen Voraussetzungen auch erfüllt sein. 

 

Exkurs: Wann wird eine absolvierte Weiterbildung nach der DKG-Empfehlung anerkannt?

Die Weiterbildung im jeweiligen Fachgebiet wird anerkannt, wenn die Teilnehmende den Nachweis erbringt, dass sie

  1. die Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 Nummer 1 oder 2 des Krankenpflegegesetzes besitzt,

  2. an einer Weiterbildung entsprechend dieser DKG- Empfehlung teilgenommen und

  3. die notwendigen Prüfungen bestanden hat.

Eine auf der Grundlage einer landesrechtlichen Verordnung erworbene abgeschlossene Weiterbildung wird anerkannt, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes zur DKG-Empfehlung nachgewiesen wird.

Eine im Ausland erworbene abgeschlossene Weiterbildung kann anerkannt werden, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes zur DKG-Empfehlung nach- gewiesen wird. Das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz findet keine Anwendung. 

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