Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Davon profitieren vor allem Pflegehilfskräfte.

„Die Mitarbeiterseite der Caritas begrüßt die Einigung in der 3. Pflegekommission auf einen neuen Mindestlohn für Pflegehilfskräfte bis zum Jahr 2020“, erklärt Thomas Rühl, Sprecher der Mitarbeiterseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (ak.mas) und Mitglied der 3. Pflegekommission. Allerdings sei der Pflegemindestlohn kein Ersatz für Tarifwerke des zweiten und dritten Weges. Tariflicher Maßstab für Caritas-Beschäftigte seien weiterhin die Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes.

Nicht von Erfolg gekrönt waren die Bemühungen der Vertreter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kommission, einen Urlaubsanspruch oberhalb des gesetzlichen Mindesturlaubs und eine Lohnuntergrenze für examinierte Pflegefachkräfte festzuschreiben.
„Diese Ziele, wie auch die Angleichung der Lohnuntergrenzen im Osten an West-Niveau waren in dieser Kommission leider nicht zu erreichen“, so Rühl.

Immerhin fallen die prozentualen Steigerungen des Pflegemindestlohns im Osten höher aus als im Westen. Der Lohnabstand zwischen West und Ost wird auf 95,6 Prozent verringert.

„Die Tätigkeiten in der Pflege müssen weiter aufgewertet werden. Ein marktwirtschaftlicher Wettbewerb über die Löhne der Beschäftigten wird das System kollabieren lassen. Daher fordert die ak.mas auch eine verstärkte Tarifbindung in der Pflegebranche insgesamt,“ so Rühl abschließend.

Die geplanten Erhöhungsschritte im Einzelnen: 

 

 

West

 

Ost

 

 

Höhe

Steigerung

Höhe

Steigerung

ab 01.11.2017

10,20 €

- %

 9,50 €

- %

ab 01.01.2018

10,55 €

3,4 %

10,05 €

5,8 %

ab 01.01.2019

11,05 €

4,7 %

10,55 €

5,0 %

ab 01.01.2020

11,35 €2,7 %10,85 €2,8 %

 

[Pressemitteilung]