Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Prämie für die Altenpflege in Vorbereitung

Als Anerkennung für die erhöhte, besondere Belastung durch die Arbeit mit zur Covid-19-Risikogruppe zählenden Pflegebedürftigen sollen bundesweit die Beschäftigten in der stationären und ambulanten Altenpflege eine Prämie erhalten.

Ein Beratungsgremium aus Mitgliedern der vormaligen 4. Pflegekommission, darunter auch Thomas Rühl, Sprecher der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas, hat dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie dem Bundesministerium für Gesundheit am Mittwoch entsprechende Regelungen zur Umsetzung empfohlen.

Die vorgeschlagene Prämie soll nach Berufsgruppen gestaffelt werden:

  • 1.500 Euro erhalten demnach alle Beschäftigten, die hauptsächlich in der Pflege und Betreuung arbeiten
  • 1.000 Euro erhalten weitere Berufsgruppen, wenn sie mindestens zu 25 Prozent mit den Pflegebedürftigen arbeiten
  • 500 Euro erhalten alle weiteren Beschäftigten mit weniger als 25 Prozent direktem Kontakt
  • Pflege-Azubis erhalten 900 Euro

 

Thomas Rühl, Sprecher der Mitarbeiterseite:

„Für unsere Kolleginnen und Kollegen in der stationären und ambulanten Altenpflege wäre diese Prämie eine erste Anerkennung ihrer Leistungen. Für die Beschäftigten ist es wichtig, dass es nun zügig umgesetzt wird. Wir wünschen uns aber, wie die übrigen Mitglieder des Beratungsgremiums auch, dass so eine Prämie nun auch für Beschäftigte in den übrigen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens kommt. Auch dort ist gerade in der Coronakrise die Arbeit besonders schwer und besonders wichtig.

Wir erleben gerade, wie wichtig die Dienste im Gesundheits- und Sozialwesen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind. Die Zahlung einer einmaligen Prämie darf nicht verdecken, dass die grundsätzliche Besserstellung dieser Berufe ganz oben auf die Agenda gehört.“

 

Nach der Empfehlung des Beratungsgremiums ist nun die Frage der Finanzierung politisch zu klären. Die Mitglieder haben jedoch darauf hingewiesen, dass die Prämie nicht aus den Mitteln der Sozialversicherung finanziert werden kann und keinesfalls die Pflegebedürftigen oder deren Angehörige belasten darf.