Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Die Dienstgeberseite der Caritas hatte schon im Vorfeld der Online-Sitzung der Bundeskommission angekündigt, den Antrag zur Allgemeinverbindlicherklärung des „TV Altenpflege“ erneut abzulehnen oder ihn gar nicht erst behandeln zu wollen.

Die Arbeitsrechtliche Kommission ist zuvor von vielen Seiten, darunter von ver.di, aufgefordert worden, das Projekt durch eine nachgeholte Zustimmung noch zu retten.

Eine Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrags Altenpflege hätte tausende untertariflich Beschäftigte in der Altenpflege bessergestellt.

Der Verhandlungsführer der Caritas Mitarbeiterseite, Thomas Rühl, hat in der Bundeskommission die Argumente der Dienstgeberseite zurückgewiesen.

Insbesondere die wiederholt geäußerte Angst, eine Anhebung der Mindestvergütungen würde sich negativ auf Caritas-Beschäftigte auswirken, sei schlicht unbegründet. Jedes tariflich geregelte Gehaltsniveau wird gesetzlich abgesichert refinanziert. Eine Beendigung von Dumpinglöhnen vor allem bei manchen privaten Pflegeunternehmen würde zudem Caritas-Einrichtungen, die nach AVR bezahlen, von Wettbewerbsdruck entlasten.