Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Die Corona-Prämie für die Altenpflege nimmt Gestalt an. Die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission (ak.mas) des Deutschen Caritasverbandes begrüßt, dass die wesentlichen Teile der Empfehlung der Pflegekommissionsmitglieder damit umgesetzt werden. Die Politik ist nun gefordert, die Frage der Finanzierung schnell zu klären.

Die Corona-Prämie in der Altenpflege muss nun wie angekündigt schnell umgesetzt werden. Besonders wichtig ist, dass alle Berufsgruppen in der Altenpflege berücksichtigt werden, von der Pflege und Betreuung bis zur Verwaltung und zum Service. Die Beschäftigten arbeiten unter hoher körperlicher und psychischer Belastung und mit großem gesundheitlichem Risiko für die Pflegebedürftigen wie für sich selbst.

Einheitlich umsetzen!

Wertschätzung für diese schwere und für unsere Gesellschaft so wichtige Arbeit verlangt auch, dass die Prämie in der Höhe bundesweit einheitlich kommt – ohne Unterschiede zwischen den Bundesländern und unabhängig von der Bereitschaft oder der finanziellen Situation der Arbeitgeber.

In der Diskussion um die Corona-Prämie in der Altenpflege dürfen auch die anderen Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens nicht aus dem Blick geraten:

Die Beschäftigten, etwa in der Behindertenhilfe, in Jugendhilfeeinrichtungen, in der Familienhilfe, in Kindertagesstätten, in Krankenhäusern oder im Rettungsdienst trugen schon immer und tragen gerade jetzt eine enorme Verantwortung. Sie sind zum Teil bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit belastet, auch weil sie in ständiger Gefahr sind, sich selbst mit dem Coronavirus zu infizieren und ihn in den Betrieb oder in die eigene Familie weiterzutragen.

Auch die Beschäftigten in diesen Bereichen verdienen Anerkennung, auch für sie sollte die Politik eine Corona-Prämie auf den Weg bringen!

Soziale Berufe aufwerten!

Unabhängig von der Coronakrise fordert die Mitarbeiterseite der Caritas eine nachhaltige tarifliche Aufwertung aller Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen über die Zeit der Pandemie hinaus. Das ist angemessen und zur Überwindung der lange bekannten Personalknappheit überfällig. Lasst die Helden von heute nicht wieder zu reinen Kostenfaktoren werden!