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Die Beschäftigten im Zuständigkeitsbereich der Regionalkommission Ost erreicht die Aufwertung erst im August 2016.

Große Teile der Anlage 33 werden im Bereich der Regionalkommission Ost zum 1.8.2016 aufgewertet: viele Tätigkeitsmerkmale werden neuen Entgeltgruppen zugeordnet und mit neuen, höheren Tabellenwerten versehen. Teilweise wird die Aufwertung auch durch Zulagen und veränderte Jahressonderzahlungen erreicht. Vor allem Mitarbeiter in Kindertagesstätten erhalten dadurch monatlich deutlich mehr Gehalt. Aber auch Sozialarbeiter, Heilerziehungspfleger und Gruppenleiter in Behindertenhilfe und Beratungsdiensten erfahren Verbesserungen. Nach der Inkraftsetzung des Beschlusses durch die Bischöfe wird die Aufwertung in den Einrichtungen umgesetzt.

Mitarbeiterseite kritisiert erneute Benachteiligung

Die Dienstgeber setzten weiter alles daran, die Beschlüsse der Bundeskommission (BK) für den Osten zu verwässern, auf Kosten der Mitarbeiter. Eine 1:1-Übernahme war für sie nicht denkbar. Zwar wurde die Aufwertung letztendlich nun auch im Osten beschlossen, die Mitarbeiter müssen gegenüber den Caritas-Kollegen im Westen aber sieben Monate darauf warten, gegenüber dem Öffentlichen Dienst sogar länger als ein Jahr und ohne finanziellen Ausgleich für die Verzögerung. Die Caritas-Beschäftigten im Osten werden so weiter dauerhaft benachteiligt. Für die Mitarbeiterseite ist dies ein weiterer Beschluss mit schmerzhaften Kompromissen. Durch ihn verhinderte die Mitarbeiterseite aber die weitere Zersplitterung der Anlage 33 – dies wollte die Dienstgeberseite durchsetzen – und zudem ein mögliches Vermittlungsverfahren mit kaum vorhersehbaren Ergebnissen.

Einheitlichen Beschluss erkämpft

Der Öffentliche Dienst hatte seinen Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) im Juli 2015 aufgewertet, nach zähen Verhandlungen und langem Arbeitskampf. Davon profitiert auch die überwiegende Anzahl der Beschäftigten der Caritas in diesem Bereich. Denn die BK übernahm den Beschluss des TVöD im Dezember 2015 mit 6 monatiger Verzögerung, kurz darauf ebenso vier der sechs Regionalkommissionen. Die Mitarbeiterseite strebte an, diesen Abschlüssen nun auch für den Osten folgen. Trotz des zeitlichen Zugeständnisses gegenüber dem TVöD-Beschluss zeigte die Dienstgeberseite keinerlei Interesse an einer Aufwertung der wichtigen Arbeit der SuE-Berufsgruppen. Die Dienstgeber knüpften die Aufwertung an neue Bedingungen, die massive Eingriffe in die Struktur der Anlage 33 bedeutet hätten, d.h. regionale Sonderregelungen und Sparten. Dies konnte die Mitarbeiterseite nur durch weiteres zeitliches Entgegenkommen abwenden und so die zeitgleiche Aufwertung aller Bereiche der Anlage 33 sichern. Der Beschluss fand eine nur knappe Mehrheit.

Mitarbeiterseite fordert schnelle und gerechte Tarifrunde 2016

Derzeit bereitet der Öffentliche Dienst seine neue Tarifrunde 2016 für alle Berufsgruppen vor. Ziel der Mitarbeiterseite ist es, die entsprechenden Beschlüsse in der BK und den Regionen wertgleich und zeitnah auch für alle Caritasmitarbeiter zu übernehmen.Ferner muss der Beschluss der BK zur Abschaffung des Anhangs C der AVR umgesetzt werden. Die RK-Ost tagt wieder Ende März.