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Deutscher Caritasverband

Mehr Geld für Caritas-Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst
Am 1. Januar 2016 werden Erzieher(innen) in Vollzeit zwischen 93 und 138 Euromehr Gehalt pro Monat bekommen. Sozialarbeiter(innen) im Allgemeinen Sozialdienst verdienen monatlich zwischen 30 und 80 Euro mehr. Diese Erhöhungen orientieren sich an den im September beschlossenen Abschlüssen für den Sozial- und
Erziehungsdienst im Tarifvertrag des öffentlichen Diensts (TVöD).
Die Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission hat strukturelle Veränderungen und neue mittlere (Tabellen-) Werte für den Sozial- und Erziehungsdienst im AVR beschlossen. Diese neuen Tabellenwerte müssen jetzt von den zuständigen sechs Regionalkommissionen verhandelt werden. Erst dann treten sie in Kraft.

Was kommt davon im Norden an?
Regionalkommission Nord verhandelt neue SuE-Tarife am 9. Februar in Hannover.
Die Regionen Bayern, Baden-Württemberg, Mitte und Nordrhein-Westfalen haben den Bundesbeschluss
inzwischen 1:1 übernommen. Soll der Norden wieder mal abgehängt werden? Hierzulande sind etwa 13.000 SuEMitarbeiter(innen) von den Tarifanpassungen betroffen, davon zu 61 bis 78 Prozent Teilzeitbeschäftigte.
Sie arbeiten in den Bereichen Kinder und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Psychiatrie als Erzieher(innen), Heilerziehungspfleger(innen), Gruppenleiter(innen) und Sozialarbeiter(innen). Mehrheitlich werden diese Berufe von Frauen ausgeübt. Für die betroffenen Mitarbeiter(innen) in Niedersachsen und Bremen war eine zeitnahe Übernahme in der Sitzung der Regionalkommission Nord am 14.12.2015 leider nicht möglich.
Die konkreten Verhandlungen werden am kommenden Dienstag, den 9. Februar 2016 in Hannover aufgenommen.

Warum die Aufwertung richtig ist
Die SuE-Mitarbeiter(innen) im Norden müssen endlich besser bezahlt werden

- weil Soziale Arbeit mehr wert ist
- weil die liebevolle Sorge um Kinder und kranke, behinderte und alte Menschen eigentlich unbezahlbar ist
- weil die Gehaltserhöhung eine Anerkennung für die schwere Arbeit in Heimen und ambulanten Einrichtungen ist - weil SuE-Mitarbeiter(innen) schon viel zu lange auf eine Anpassung ihrer Gehälter warten
- weil engagierte Erziehung und Beratung in Bremen, Papenburg, Vechta und Goslar genauso viel wert ist, wie in Passau, Mainz, Essen und Rheine
- weil uns jetzt schon der Nachwuchs an jungen Auszubildenden und Studierenden fehlt
- weil die Berufe der Erzieherin, der Heilerziehungspflegerin und der Sozialarbeiterin dringend attraktiver gemacht werden müssen
- weil dies ein wichtiger Schritt zu einheitlichen, regional übergreifenden Tarifverträgen ist.

Ihre MitarbeitervertreterInnen der RK Nord