Schon eine halbe Stunde vor dem erlösenden Treffer des deutschen Mittelfeldspielers gegen Ghana hatten die Dienstgebervertreter in der Arbeitsrechtlichen Kommission ein klassisches Eigentor erzielt. In einer Koordinierungsrunde hatten deren Verhandlungsführer einräumen müssen, dass es ihnen nicht gelungen war, auf der eigenen Seite eine Mehrheit für das seit Monaten verhandelte Tarifpaket herzustellen. Am Ende konnte dann auch der Jubel über Jogis Buben und ihr Einzug ins WM-Achtelfinal die Stimmung nicht mehr retten. [
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Wie weiter in der Tarifrunde 2010/11?
Jetzt gilt hier wie im Fußball: nach dem Spiel ist vor dem Spiel, will sagen:
Zunächst ist es wichtig, dass alle Beschäftigten der Caritas ihren Dienstgebern unmissverständlich deutlich machen, dass sie nicht bereit sind, sich die Tariferhöhung 2010 durch die mangelhafte Aufstellung der Dienstgeberseite in der AK verspielen zu lassen.
Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die Beschäftigten zu Wort melden! [
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Rote Karte für AcU !!
Die Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmer, kurz: AcU, ist ein Zusammenschluss von ca. 30 Caritas-Trägern, die sich ihre Mitgliedschaft teures (gemeinnützig erwirtschaftetes) Geld kosten lassen.
Mit ihrer Erklärung zum Tarifpaket im Vorfeld der AK-Sitzung hat sich AcU wieder einmal ein übles Foul erlaubt. [mehr]
Tarifeinigung für Ärzte zwischen MB und VKA
Für rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern tritt mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. August 2011 rückwirkend ab 01. Januar 2010 eine neue Tarifregelung in Kraft. [
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AK-Ära Dr. Norbert Feldhoff geht im Oktober nach 14 Jahren zu Ende
Aus Altersgründen wird Dompropst Dr. Norbert Feldhoff im Oktober bei der Delegiertenversammlung nicht mehr für das Amt eines Vizepräsidenten des DCV kandidieren. Damit endet auch die 14-jährige Ära, in der Dr. Feldhoff den Vorsitz in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (AK) inne hatte. [
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Die Brutto-Entgeltumwandlung
Bei der Entgeltumwandlung wird ein Teil des Gehaltsanspruchs
in eine betriebliche Altersversorgung umgewandelt. Damit wird Ihr Betriebsrentenanspruch aufgestockt. Die Umwandlung kann jedoch in der Regel nur bei der Kasse durchgeführt werden, bei der für den Mitarbeiter seitens des Dienstgebers bereits die Zusatzversorgung erfolgt. [mehr]
Wollen die katholischen Bischöfe in Deutschland Arbeitskampf im kirchlichen Dienst partiell tolerieren?
Das höchste römisch-katholische Kirchengericht hat festgestellt, dass alle Träger, die nicht direkt dem Bischof unterstehen, wählen können, ob sie mit oder ohne Übernahme der Grundordnung des kirchlichen Dienstes kirchlich sein wollen. Daher wächst bei den Bischöfen die Angst, eine große Zahl der Caritas-Unternehmen widerrufe aus wirtschaftlichen Gründen die Übernahme der Grundordnung. [
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Kirchliches Arbeitsrecht vor der Zerreißprobe
Jahrelanges Wegschauen und zögerliches Handeln führten zur Erosion: Servicegesellschaften und Leiharbeitsfirmen schossen wie Pilze aus dem Boden und zerstörten das Vertrauen in das kircheneigene Arbeitsrechtsregelungssystem, vor allem bei der Caritas. Das Urteil des päpstlichen Sondergerichts weckt nun die deutschen Bischöfe aus Ihrer Lethargie. Der Deutsche Caritasverband befürchtet jetzt einen massiven Mitgliederschwund. Ist das System noch zu retten ? [
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Tarifeinigung gescheitert
[download ak-info]
In monatelanger Vorarbeit war es der Verhandlungskommission gelungen, sich auf einen Wechsel in moderne Tarifstrukturen und auf die Festlegung von höheren mittleren Werten zu einigen. Dem von ihr vorgelegten Gesamtpaket stimmte die Mitarbeiterseite zu. Doch wieder einmal scheiterte ein bis ins Detail geeinter Kompromiss an den Dienstgebern, die ihre eigenen Verhandler im Stich ließen. Gegenvorschläge blieben sie schuldig.
Das wäre die Verhandlungsgrundlage für die sechs Regionalkommissionen gewesen:
- 1,2%ige Lohnerhöhung für 2010
- Weitere Erhöhung um 0,6% ab 1.1.2011 und um 0,5% ab 1.8.2011
- Einbeziehung von Weihnachts- und Urlaubsgeld in die Vergütungserhöhungen
- Anhebung der Ausbildungsvergütungen für Auszubildende, Schüler und Praktikanten auf das Vergütungsniveau des TVöD
- Einmalzahlung in Höhe von 240 € (50 € für Auszubildende, Schüler und Praktikanten) im Januar 2011
- Verlängerung der Altersteilzeit um fünf Jahre
Innerhalb eines Korridors von 20 Prozent plus und 20 Prozent minus hätten sich die Regionalkommissionen auf die endgültigen Tariferhöhungen 2010/11 einigen können. Diese Erhöhungen wären an den Eckpunktebeschluss vom März 2010 gekoppelt gewesen. Dieser sah für neue Mitarbeiter die Übernahme moderner Tarifwerke (TV) vor:
- TV Marburger Bund für Ärzte
- TV öffentlicher Dienst für den Pflegebereich
- TV Sozial- und Erziehungsdienst (SuE)
Auch Lösungen für die unteren Lohngruppen und die 400-€-Kräfte lagen vor.
Für den Vorsitzenden der AK, Dompropst Dr. Norbert Feldhoff war dies altershalber die letzte Plenumssitzung. Zum Abschied hatte er sich einen Beschluss zum Verhandlungspaket gewünscht. Vergeblich.
Beschlossen wurde:
- Die Übertragung des gesetzlichen Mindesturlaubes ist über den 30. April des Folgejahres möglich, wenn dieser wegen Krankheit nicht genommen werden konnte.
- Gemäß Anlage 5 § 8 der AVR ist es durch Dienstvereinbarung möglich, im Schichtdienst die Arbeitszeit auf bis zu 12 Stunden auszudehnen.
- Für Mitarbeiter in Integrationsprojekten werden durch Einführung einer neuen Anlage 20 besondere Vergütungsregelungen auf der Basis von branchen-üblichen DGB-Tarifverträgen möglich.
- Die Anlage 21 AVR für Lehrkräfte wird bis zum 31.7.2012 verlängert.
Vertagt wurde:
- Eine Beschlussfassung zu den Stundenvergütungen gemäß Anhang C.
Wie jetzt weiter? Lesen Sie dazu das in Kürze erscheinende AK-Magazin Nr. 37.