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Deutscher Caritasverband

Aufgewertet !
Die Regionalkommission NRW hat für rund 80.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst der Caritas in Nordrhein-Westfalen die Aufwertung ihrer Tätigkeiten beschlossen. Für die größte der sechs Caritas-Regionen wurde der Bundesbeschluss vom Dezember 2015 nun schnell und gleichwertig umgesetzt.

Wer profitiert ?
Mehr Gehalt erhalten die Mitarbeitenden in den rund 6.000 Kindertagesstätten, stationären Kinder-, Jugendhilfe- und Behinderteneinrichtungen und in den Beratungsstellen der Caritas in Nordrhein-Westfalen.
Aufgewertet werden ausschließlich Tätigkeiten, die nach Anlage 33 der Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes vergütet werden.

Die Veränderungen von Tabellenwerten und –strukturen kommen damit Erzieherin-nen, Heilpädagoginnen, Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen und ihren männli-chen Kollegen zugute. Vor allem jüngere Erzieherinnen in den unteren Erfahrungs-stufen profitieren von dem Beschluss.
Für Vollzeitbeschäftigte soll es ab dem 1. Januar 2016 zwischen 93 und 138 Euro mehr Gehalt pro Monat geben. Sozialarbeiterinnen (S 11) bekommen ca. 60 Euro monatlich mehr. Auch die Leitungen von Kindertagesstätten und Einrichtungen der Behindertenhilfe erhalten ebenso wie Kinderpflegerinnen ein Plus. So kann auch bei der Caritas eine angemessene Vergütung sichergestellt werden.

Ab wann ?
Aufgewertet wird ab dem 1. Januar 2016. Formal muss jetzt noch die sechswöchige Einspruchsfrist der Bischöfe und die an schließende Veröffentlichung des Beschlusses in den Amtsblättern der fünf NRW-Bistümer abgewartet werden. In der Praxis werden aber voraussichtlich viele Arbeitgeber schon früher "unter Vorbehalt" zahlen.
Die Caritas-Beschäftigten profitieren damit von der Aufwertungskampagne im öffentlichen Dienst (ÖD). Allerdings hinkt die Caritas wieder einmal um sechs Monate hinter den Ergebnissen der Tarifauseinandersetzung hinterher.

Wie geht‘s weiter ?
Die nächste „reguläre“ Tarifrunde im öffentlichen Dienst steht bereits 2016 an.
Dann sind auch die Gehälter der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst wie-der mit im Topf.

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