Mitarbeiterseite Arbeitsrechtliche Kommission
Deutscher Caritasverband

Berlin. Verlässliche wirtschaftliche und politische Bedingungen für die Altenpflege fordert die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (ak.mas) anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pflege. Hohe Qualitätsstandards und Menschenwürde für Pflegebedürftige sowie attraktive Arbeitsbedingungen und Entgelte für Pflegende sind das Ziel. Die Politik hat, nach Ansicht der ak.mas, hierfür noch nicht alles Notwendige getan.

Daher stellt die Caritas-Mitarbeiterseite ihr Jahresthema unter das Motto:
„Pflege.Zukunft.Gestalten – besser statt billiger.“ Am 8. November veranstaltet sie dazu ein Treffen für Experten, Politik, Interessenvertreter und beruflich Pflegende in Berlin. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, die ambulante oder stationäre Unterstützung benötigen, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Gleichzeitig sinkt die Zahl der beruflich Pflegenden. „Die Berufe in der Pflege müssen attraktiver werden, damit die immer größer werdende Personallücke geschlossen wird“, sagt Rolf Cleophas, Pressesprecher der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes. „Es muss Schluss damit sein, Menschen im Akkord zu pflegen. Beruflich Pflegende sind es wert, Arbeitsbedingungen zu haben, die ihre Gesundheit erhalten und ein Arbeitsentgelt zu bekommen, das den hohen Anforderungen an sie entspricht“, so Cleophas. Daher müssten mehr und besser bezahlte Personalstellen in der Altenpflege geschaffen und die Tarifbindung und Tariftreue in der Pflege gefördert werden. Die Anwendung von Tariflöhnen sei derzeit nicht gewährleistet.

Die ak.mas fordert:
- Ein Nachbessern bei der gesetzlichen Personalbemessung
- Eine Förderung der Tarifbindung und Tariftreue in der Pflege
- Die Anwendung und Refinanzierung von Tariflöhnen
- Eine Qualifizierungsoffensive im Hinblick auf Aus- und Weiterbildung

115.000 Menschen arbeiten bei der Caritas in Einrichtungen und Diensten der Altenpflege.

Pressemitteilung als PDF (Download)